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Siemens erhält Bahnauftrag in Ungarn

Der deutsche Technologiekonzern Siemens hat zusammen mit seiner ungarischen Tochtergesellschaft Siemens Termelő, Szolgáltató és Kereskedelmi Zrt einen Auftrag zum Ausbau von Signalanlagen und des Zugleitsystems ETCS2 entlang der Eisenbahnstrecke zwischen Kelenföld und Százhalombatta südlich von Budapest erhalten.
 
Nach Angaben des Amtsblatts für öffentliche Ausschreibungen Közbeszerzési Értesítő setzte sich Siemens im Vergabeverfahren mit einem Angebot von 16,8 Mrd. HUF (53,75 Mio. EUR) durch. Das Projekt hatte die ungarische Infrastrukturentwicklungsgesellschaft NIF ausgeschrieben und im Vorfeld mit Kosten in Höhe von 15,3 Mrd. HUF (49 Mio. EUR) gerechnet. Am Verfahren nahmen neben Siemens auch Konsortien von Thales Austria mit der ungarischen Thales Rail Signalling Solutions sowie von Konszenzus Pannónia mit der spanischen Telice teil.
 
Die Aufgaben umfassen den Ausbau des Zugleitsystems ETCS2 entlang der 20,5 km langen Bahnstrecke sowie dessen Koppelung an das Zugfunksystem GSM-R. Außerdem muss der Gewinner eine regionale ETCS-Leitzentrale und neue elektronische Signalanlagen an Bahnstationen installieren, nebst der Anbindung elektronisch gesteuerter Weichen. Das Projekt wird zu 85% über das europäische Förderinstrument Connecting Europe Facility (CEF) sowie zu 15% über Haushaltsmittel finanziert.
 
Parallel dazu werden auch die Gleise zwischen Kelenföld und Százhalombatta erneuert. Laut NIF werden dabei auch die Oberleitungen komplett umgebaut, höhengleiche Bahnübergänge modernisiert und Lärmschutzwände in 13 km Länge installiert. Außerdem werden Bahnhöfe und Haltepunkte mit neuen Bahnsteigen, Rampen, Aufzügen und Beleuchtungssystemen sowie mit P+R-Parkplätzen und Fahrradständern ausgestattet.
 
Diseen Auftrag erhielt das Konsortium Kitérő 2016 bestehend aus den Bauunternehmen V-Híd und A-Híd. Die Kosten belaufen sich auf 51,3 Mrd. HUF (164,1 Mio. EUR) und werden mit EU-Mitteln sowie Haushaltsgeldern finanziert. Nach Abschluss des Projekts voraussichtlich im Sommer 2020 soll die Strecke weitgehend mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h bei 225 kN Achslast befahrbar sein.

Quelle: nov-ost.info  26.4.2017





Leipzig 26.04.2017
BahnMarkt.EU Schienenverkehrsportal, Infrastruktur Schienenverkehr, Leit-, Signal- und Sicherungstechnik LST, ETCS Ausrüstungen

 

Photo Ulrich Knöll
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