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Stadler mit neuem Auftrag aus Ungarn

Der schweizerische Schienenfahrzeughersteller Stadler hat einen Auftrag der aus der ungarischen Staatsbahn MÁV ausgegliederten Personenverkehrsgesellschaft MÁV-Start über die Lieferung von 40 größeren Triebzügen erhalten.
 
Laut einer Mitteilung von MÁV nahm Stadler am Verfahren als alleiniger Bieter teil. Weitere Einzelheiten sollen nach der baldigen Unterzeichnung des achtjährigen Rahmenvertrags bekannt gegeben werden. Nach Angaben der Behörde für öffentliche Ausschreibungen Közbeszerzési Hatóság bot Stadler für den ersten Vertrag 16,9 Mio. EUR und für jeden weiteren Vertrag 14,95 Mio. EUR pro Fahrzeug.
 
Die Eisenbahngesellschaft hatte die Fahrzeugbeschaffung im Dezember ausgeschrieben. Nach damaligen Angaben werden Schienenfahrzeuge mit insgesamt mindestens 600 Sitzplätzen der 2. Klasse benötigt. Außerdem müssen die Triebzüge u.a. mit dem Zugleitsystem ETCS-2, mit einem modernen Fahrgastinformationssystem, WiFi-Zugang und vier WCs ausgestattet sein.
 
Zwar wurde es in der Ausschreibung nicht explizit festgelegt, doch wird damit gerechnet, dass Stadler mit diesem Auftrag Doppelstocktriebzüge nach Ungarn liefern wird. Das Unternehmen produziert die Doppelstock-Variante seiner größeren Triebzüge unter dem Namen KISS (eine Abkürzung für "komfortabler innovativer spurtstarker S-Bahn-Zug") und hatte schon im Vorfeld erwogen, sich am Verfahren mit diesen Zügen zu beteiligen. Besonders dieser Aspekt der Fahrzeugbeschaffung wird in Ungarn mit Aufmerksamkeit verfolgt, da bislang keine Doppelstockzüge im Land verkehren.
 
Mit dem Kauf der größeren Triebzüge will die MÁV den vorstädtischen Schienenpersonenverkehr Budapests entwickeln und die Kapazitäten erweitern. Zuletzt rechnete die Eisenbahngesellschaft damit, die Züge schon ab 2019 u.a. auf der Bahnverbindung in Richtung Cegléd einsetzen zu können. Diese Linie soll umgebaut werden und danach auch den internationalen Flughafen Budapest-Ferihegy in den Schienenverkehr einbinden.
 
Bislang hat Stadler im Zuge von vier Lieferverträgen insgesamt 123 Elektrotriebzüge vom Typ FLIRT an die MÁV geliefert. Zuletzt hatte die österreichisch-ungarische Regionalbahngesellschaft GYSEV im September zehn dieser Elektrotriebzüge von dem Unternehmen aus der Schweiz bestellt und verdoppelt damit ihre FLIRT-Flotte. Außerdem beteiligt sich Stadler an einem laufenden Verfahren der MÁV-Start zu Beschaffung von 8+4 Schienenfahrzeugen für die sogenannte Tram-Train-Linie zwischen den südostungarischen Städten Szeged und Hódmezővásárhely.
 





Weitere Informationen zu oben genannten Unternehmen:
Stadler Bussnang AG



Leipzig 20.03.2017
BahnMarkt.EU Schienenverkehrsportal, Schienenfahrzeuge, Triebfahrzeuge, Triebzüge, Elektrische Triebzüge (außer HGV)

 

Photo Ulrich Knöll
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