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BUES 2000 Steuerungssystem für Bahnübergangsanlagen von Scheidt & Bachmann GmbH

Produkt / Dienstleistung für die Kategorie Sicherungstechnische Bahnübergangssysteme

Scheidt & Bachmann GmbH
Breite Strasse 132
41238 Mönchengladbach

Schieneninfrastruktur

Beschreibung:

BUES 2000
Zukunftstechnologie schon heute nutzen

Die BUES 2000 ist ein Steuerungssystem für Bahnübergangsanlagen, das erstmals vollständig aus elektronischen Bauelementen besteht. Durch ein Multirechnersystem, das eine durchgängige 2v2-Sicherheitsstruktur mit Informationsverdopplung und ein intelligentes Bussystem (CAN) aufweist, wird eine Sicherheitsstruktur aufgebaut, die die Steuerung aller Prozesse wie sicheres Erfassen, Verarbeiten, Auswerten und Ausgeben von Informationen sowie erstmals eine detaillierte Diagnoseschnittstelle zu Wartungs- und Servicezwecken ermöglicht. Durch den modularen Systemaufbau ist eine schnelle Anpassung an die jeweilige Überwachungs- und Anwendungsvariante des Bahnüberganges möglich.

Überwachungsvarianten

  • Fü Fernüberwacht
  • Hp Hauptsignalüberwacht
  • ÜS Überwachung mit Signal BÜ 0/1 oder So16a/b
  • Vk Verfügbarkeitskontrolliert
  • Bed Bedienerüberwacht

Natürlich werden auch Kombinationen dieser Überwachungsgrundprinzipien eingesetzt (z.B. Hp-Fü; Hp-ÜS).

Anwendungsvarianten

  • LZ Lichtzeichen gelb/rot
  • Bli Blinklicht
  • H Halbschranke
  • HH Vollabschluß mit 2 Halbschranken V Vollschranke
  • F Fußwegschranke
  • V(A) Anrufschranke wärterbedient
  • V(AS) Anrufschranke mit Selbstbedienungseinrichtung

Ausbauvarianten

Die Ansteuerung und Überwachung aller Wirkelemente am Bahnübergang erfolgt vollelektronisch. Durch die Kompatibilität zu alten und neuen Anlagenkomponenten ist die BUES 2000 nicht nur als Neubautechnik, sondern auch in bestehenden Bahnübergangsanlagen einsetzbar. In der Grundausrüstung sind folgende Ausbauvarianten möglich:

  • 32 Lichtzeichen (gelb/rot mit Haupt- und Nebenfaden)
  • 64 Blinklichter (rot mit Haupt- und Nebenfaden)
  • 32 Schrankenantriebe
  • 2 Gleise
  • Realisierung von speziellen Schaltfällen wie WS, SF-12, u.a.
  • Beliebige zeitliche Steuerung von Schranken (H, HH, V) und Lichtzeichen (LZ, vLZ, Bli)
  • Steuerung von Lichtprogrammen wie BüSTRA

Technischer Aufbau

Der Systemkern der BUES 2000 ist logisch in 3 Ebenen unterteilt:

  • Verwaltungsebene
  • Leitebene
  • Feldebene

Innerhalb der Ebenen mit signaltechnisch sicherheitsrelevanten Aufgaben (Leit- und Feldebene) wurde, ähnlich der EBÜT80 Bahnübergangstechnik, eine Aufgabenverteilung auf verschiedene Module vorgenommen. Es werden

Zentralmodul                   

Koordinierung und Steuerung des BÜ-Prozesses

Licht/Schrankenmodul     

Steuerung und Überwachung von Lichtpunkten (LZ, vLZ, Bli), Lichtprogrammen (BÜSTRA) und Schranken

Gleismodul                      

Aufnahme und Weitergabe aller vom Gleis und damit zusammenhängenden eingehenden Informationen

unterschieden, wobei eine Veränderung der Modulanzahl je nach Anlagenausbau grundsätzlich möglich ist. Jedes Modul stellt prinzipiell eine 2v2-Rechnereinheit dar, deren Wirkkomponenten über eine intelligente Feldebene angekoppelt sind.

Verwaltungsebene

realisiert nicht signaltechnisch sicherheitsre­levante Aufgaben wie Diagnose. Dazu wird ein Diagnosemodul, bestehend aus einem IBM-kompatiblen PC, in den System­kern integriert. Dieses entnimmt rückwirkungs­frei dem System Informationen, deco­diert die Daten und nimmt eine erste Bewertung vor. Aufbauend auf diesen detaillierten Daten konnte erstmals ein gezieltes Wartungs- und Servicekonzept entwickelt werden.

 

 

Leitebene

realisiert im jeweiligen Modul signaltechnisch sicherheitsrelevante Leit- und Überwachungsfunktionen mittels Modulprozessoren. Dabei werden die verdoppelten Baugruppen der Feldebene überprüft und Diagnosedaten für die Verwaltungsebene bereitgestellt.

 

 

Der integrierte zentrale Programm- und Anlagenspeicher ZPAS ist als Baugruppe in der Leitebene untergebracht und enthält neben den allgemeingültigen Programmen die für diesen Bahnübergang speziellen Daten. Bei einem Systemstart werden die einzelnen Module entsprechend geladen.

 

 

Die Servicetastatur ermöglicht über ein 4-zeiliges Display und eine Tastatur die Abfrage von Informationen aus der BUES 2000 und das Anreizen verschiedener Anlagenreaktionen.

 

 

Feldebene

realisiert die signaltechnisch sicherheitsrele­vante Schnittstelle zu den Wirkelementen. Jede Karte der Feldebene kann bis zu 16mal im jeweiligen Modul eingesetzt werden.

 

IN/OUT-Baugruppe

Sie bietet 16 Eingänge und 4 Ausgänge und kann modulunabhän­gig dort eingesetzt werden, wo derartige Schnittstellen (Stellwerk, Handschalttasten) bedient werden müssen.

 

 

Signal-Baugruppe

Sie bietet die Möglichkeit, 4 Lichtpunkte (Haupt- und Nebenfaden) anzusteuern. Diese Baugruppe steuert vorzugsweise Über­wachungssi­gnale für Bahnübergänge.

 

 

SST-Baugruppe

(Schrankensteuerung) Sie bietet die Möglichkeit, 2 Schrankenantriebe zu steuern.

 

 

LST-Baugruppe

(Lichtsteuerung) Sie bietet die Möglich­keit, 4 Lichtpunkte (Haupt- und Nebenfaden) anzusteuern, wobei in die Ansteuerung von Gelb- und Rotlicht (LSTG, LSTR) unterschieden wird.

 

 

CAN 10/200-Baugruppe

Sie ermöglicht die telegramm­orientierte Kommuni­kation der BUES 2000 mit intelligenten Feldelementen (z.B. Schran­kenantrieb HSM 10E). Dazu wird der CAN-Bus, der die Kommuni­kation innerhalb der BUES 2000 realisiert, direkt an den Steuer­rechner des stellenden Feldelements herangeführt, ohne daß eine spezielle Steuerlogik innerhalb der BUES 2000 benö­tigt wird. Um große Entfernungen überbrücken zu können, wird eine Verringerung der Übertragungsrate von 200 auf 10 kBaud vorgenommen.

 

Datenübertragung mittels CAN

Die Kommunikation zwischen den einzelnen Ebenen und innerhalb der Module erfolgt über den CAN-Bus. CAN steht für Controller-Area-Network und ist ein serielles, eigen­intelligentes Datenübertragungssystem. Dieses System bringt von Hause aus eine Reihe von Fehlererkennungsmaßnahmen mit. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Bitfehlerkontrolle
  • 15 Bit-CRC-Blockkontrolle
  • Formatkontrolle ...

Zur zusätzlichen Erhöhung der Sicherheit wurde im 2v2-System das Polling eingeführt. Mit Polling wird ein Verfahren bezeichnet, das in solchen Mehrfachzugriffssystemen verwendet wird, um die einzelnen Teilnehmer periodisch abzufragen und gleichzeitig einen Informationstransport durchzuführen.

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