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Hochgeschwindigkeitsstrecke für V4-Länder?

ertreter der Regierungen Polens, Tschechiens, Ungarns und der Slowakei haben sich offenbar auf die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für eine Hochgeschwindigkeitsstrecke geeinigt, die die vier sogenannten Visegrád-Staaten (V4) miteinander verbinden soll.
 
Wie Péter Szijjártó, Ungarns Minister für Außenhandel und Auswärtiges, im Rahmen eines Wirtschaftsforums im polnischen Krynica der Presse mitteilte, soll die Bahnstrecke von Budapest über Bratislava und Brno nach Warschau führen und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erlauben. Szijjártó begründete das Vorhaben damit, die Wettbewerbsfähigkeit der V4-Länder gegenüber der westeuropäischen Region zu verbessern. Die Machbarkeitsstudie solle bis zum Herbst 2019 erstellt werden, Ungarn stelle dafür 1,5 Mrd. HUF (4,6 Mio. EUR) bereit. In Krynica traf sich Szijjártó zu bilateralen Gesprächen mit dem polnischen Infrastrukturminister Andrzej Adamczyk, dem slowakischen Verkehrsminister Árpád Érsek und mit Elżbieta Rafalska, Ministerin für Arbeit und Soziales in Polen.
 
Pläne über eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Warschau und Budapest wurden bereits im Frühjahr nach einem Treffen von Szijjártó und Adamczyk bekannt. Beobachter in Polen sprachen von bloßen Phantasien, ungarische Regierungsvertreter äußerten sich nur sehr wortkarg zum Thema. Zwar hat man sich offenbar inzwischen auch mit Tschechien und der Slowakei konsultiert, dennoch sind bezüglich einer HGW-Bahnlinie durch die V4-Länder noch sehr viele Fragen offen.
 
Wie am Rande des Wirtschaftsforums in Krynica außerdem bekannt wurde, haben Ungarn, Polen, die Ukraine und die Slowakei eine Absichtserklärung über die Erstellung einer so genannten "Strategie für die Karpaten-Region" unterzeichnet. Nach den Worten des ungarischen Wirtschaftsministers Mihály Varga will man dabei die Region durch die Entwicklung u.a. der Umwelt- und Ressourceneffizienz, der Verkehrs- und digitalen Infrastruktur sowie der institutionalen Kooperation stärken, in der nächsten Zeit wolle man konkrete Entwicklungsprogramme ausarbeiten. Den Plänen zufolge sollen sich an der Strategie später weitere acht Länder sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU beteiligen, darunter Rumänien, Tschechien, Moldawien und Serbien.

Quelle: nov-ost.info 10.9.2018





Leipzig 10.09.2018
BahnMarkt.EU Schienenverkehrsportal, Infrastruktur Schienenverkehr

 

Photo Ulrich Knöll
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