Mikogo Feeds abonnieren Ihren XING-Kontakten zeigen

Warschau nimmt neuen Anlauf zum Kauf von Straßenbahnen

Die Warschauer Straßenbahn-Verkehrsgesellschaft Tramwaje Warszawskie (TW) hat ein neues Ausschreibungsverfahren zum Kauf von 213 neuen Straßenbahnen eröffnet.

Laut Ausschreibungsbekanntmachung liegt der Kostenvoranschlag auch diesmal bei knapp 1,9 Mrd. PLN (440 Mio. EUR). Auch die sonstigen Eckpunkte sind vergleichbar mit denen der Ende August endgültig annullierten Vorgängerausschreibung: Die Bahnen sollen vollständig niederflurig sein; 123 Fahrzeuge sollen fest bestellt werden, die restlichen 90 sind Gegenstand einer Option.

"Wir haben die Lehren aus der vor Kurzem annullierten Ausschreibung gezogen und die Kriterien so abgefasst, dass ihre eventuelle Beurteilung vor Gericht nicht Monate dauert. Es ist uns wichtig, dass die Ausschreibung so schnell wie möglich durchgeführt werden kann, damit die Warschauer so schnell wie möglich neue Straßenbahnen bekommen", erklärte TW-Vorstand Wojciech Bartelski. Die Bahnen aus der Basisbestellung sollen bis Ende Oktober 2022 auf der Schiene sein, die Bahnen aus der Option bis Oktober 2023. Gegenüber der ursprünglichen Ausschreibung entspricht dies einer Verzögerung von eineinhalb Jahren bei der Basisbestellung und einem halben Jahr bei der Option.

Bei der Bewertung der Angebote will TW diesmal die Probleme der letzten Ausschreibung vermeiden. So werden beim Kriterium Energieverbrauch unterhalb einer bestimmten Grenze keine Punkte mehr vergeben. Das Kriterium Wartungsaufwand entfiel ganz, dafür wurde als neues Kriterium die Laufleistung in Kilometern zwischen den Inspektionen eingeführt. Wichtigstes Kriterium bleibt natürlich der Preis mit einer Gewichtung von 64%, gefolgt von den technischen Parametern mit 14%, dem Energieverbrauch mit 12%, niedriger Lärmentwicklung mit 4%, den Wartungsintervallen mit 4% und dem Gewährleistungszeitraum mit 2%. Die Angebotsfrist läuft bis 25. Oktober.
 
In der Vorgängerausschreibung hatte TW Angebote von Solaris/Stadler, PESA, Hyundai Rotem, Škoda Transportation und Alstom Konstal erhalten, wobei das preisgünstigste Angebot mit knapp 1,8 Mrd. PLN von Solaris/Stadler kam. Den Zuschlag erhielt dann jedoch zunächst Škoda, die zwar nur den drittbesten Preis geboten hatte, aber beim Wartungsaufwand und den Energiekosten punkten konnte.

Quelle: nov-ost.info 18.9.2018





Leipzig 19.09.2018
BahnMarkt.EU Schienenverkehrsportal, Schienenfahrzeuge, Straßenbahn- Stadtbahn-und U-BahnFahrzeuge

 

Photo Ulrich Knöll
Pressekontakt:
verantwortlicher Redakteur gemäß §55(2) RStV
Dipl.Volkswirt Ulrich Knöll
Erich Zeigner Allee 36
04229 Leipzig
Tel.: +49 341 2534791-11

Gutachten Universität Leipzig [PDF]

Beschluss VG Dresden vom 7.1.2015 5 L 1329/14 [PDF]

Urteil Verwaltungsgericht Schwerin [PDF]

Vereinbarung Redaktionsinhalte INLOCON - DVV Media Group [PDF]