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Zahlreiche Einsprüche in Metro-Ausschreibung

In der Ausschreibung der Warschauer Metro zur Lieferung von 45 neuen Zügen sind nach der Zuschlagserteilung an Škoda erwartungsgemäß zahlreiche Einsprüche eingegangen – überraschenderweise auch von Škoda selbst.

Polnischen Medienberichten zufolge haben bis zum Ablauf der Frist am Montag (2. Juli) alle Bieter mit Ausnahme von CAF Einspruch gegen die Bewertung der jeweils anderen Angebote eingereicht. Alstom sowie Siemens/Newag konzentrieren sich dabei auf die von Škoda und Stadler angebotenen Wartungsintervalle, die unrealistisch und ausschließlich auf die Erzielung einer möglichst hohen Punktzahl ausgelegt seien. Gleiches wirft auch Škoda den Konkurrenten vor und fordert deren Ausschluss aus dem Verfahren. Siemens und Newag äußern zudem Zweifel am von Škoda, Stadler und Alstom angegebenen Energieverbrauch, Stadler wiederum bemängelt ebenfalls nicht ausschreibungskonforme Wartungsintervalle im Angebot der Tschechen sowie mehrere formale Fehler.

Aufgrund der Flut von Einsprüchen ist mit einer schnellen Entscheidung in dem Verfahren nicht zu rechnen. Škoda hatte im Juni mit dem günstigsten Preis von 1,308 Mrd. PLN (309 Mio. EUR) netto und 97,62 Punkten den Zuschlag für die Lieferung erhalten. Stadler kam auf 87,85 Punkte und will die Züge für 1,346 Mrd. PLN (318 Mio. EUR) liefern, CAF liegt mit 1,422 Mrd. PLN (336 Mio. EUR) und 75,95 Punkten knapp vor Siemens/Newag mit 1,799 Mrd. PLN (424 Mio. EUR) und 75,75 Punkten. Alstom Konstal war mit 1,461 Mrd. PLN (345 Mio. EUR) zwar deutlich günstiger als Siemens/Newag, erhielt beim Kriterium Energieverbrauch aber null Punkte und damit die mit 63,07 geringste Gesamtpunktzahl.

Quelle: nov-ost.info 6.7.2018





Leipzig 11.07.2018
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Photo Ulrich Knöll
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