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News zu den Beschaffungsmärkten im BahnMarkt.EU

 

 

Modernisierungsprogramm für Sofias Straßenbahnen


Die EU-Kommission gewährt der bulgarischen Hauptstadt Fördermittel in Höhe von 46,6 Mio. EUR zur Modernisierung der Straßenbahninfrastruktur.

Den Angaben aus Brüssel zufolge stammen die Gelder aus dem Europäischen Regionalentwicklungsfonds ERDF. Gefördert wird zum einen die Anschaffung neuer Niederflurtrams und zum anderen die Modernisierung der Trasse entlang der Hauptstraßen ul. Kamenodelska und bul. Tsar Boris III. Hier bündelten sich fünf Linien, darunter die besonders stark genutzte Linie 5 mit täglich mehr als 50.000 Fahrgästen, hieß es. Eine weitere Maßnahme ist die Modernisierung der Verkehrsleit- und Fahrgastinformationssysteme.

Die für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissarin Corina Creţu kommentierte: "Dank dieser Förderung erhalten die Bewohner von Sofia eine moderne und bequeme Straßenbahn, außerdem wird die Luft in der Hauptstadt besser."

In der vergangenen EU-Haushaltsperiode erhielt Sofia bereits eine ERDF-Förderung über 34 Mio. EUR.

Quelle: nov-ost.info  12.10.2018


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Zweiter Anlauf für Bahninfrastrukturprojekte in Gdynia und Gdańsk


Die polnische Eisenbahn-Infrastrukturgesellschaft PKP PLK hat eine Neuausschreibung von drei Projekten zur Verbesserung der Bahninfrastruktur in den Häfen von Gdańsk und Gdynia sowie auf den Zufahrtsstrecken dorthin vorgenommen. Alle drei Ausschreibungen waren im September wegen Überschreitung der Kostenvoranschläge um zwei Drittel bis das Doppelte annulliert worden.

Beim größten der drei Projekte geht es um Arbeiten im Bereich des Bahnhofs Gdynia Port. Bei der Vorgängerausschreibung ging die PKP PLK hier von Kosten in Höhe von 1,112 Mrd. PLN (258 Mio. EUR) aus, diesmal veröffentlichte sie keinen Kostenvoranschlag. Die Bieterfrist für das Projekt läuft bis 28. November.

Im Rahmen des zweiten Projekts geht es um Arbeiten an den Linien 226 und 965 sowie an den Bahnhöfen Gdańsk Port Północny und Gdańsk Kanał Kaszubski. Hier lag der Kostenvoranschlag zuvor bei 547,66 Mio. PLN (124,7 Mio. EUR), ein neuer Wert wurde nicht mitgeteilt. Die Bieterfrist endet am 26. November.

Das dritte und kleinste Projekt umfasst Arbeiten an den Linien 227/249 und 722 sowie am Bahnhof Gdańsk Zaspa Towarowa und sollte ursprünglich 209,1 Mio. PLN (48,3 Mio. EUR) kosten. Ein neuer Kostenvoranschlag wurde auch hier nicht mitgeteilt, die Angebotsfrist endet am 21. November.

Quelle: nov-ost.info 16.10.2018


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Vertrag für Metroverlängerung nach Bródno unterzeichnet


In Warschau ist am Freitag (28. September) der Vertrag zur Verlängerung der Metrolinie 2 bis zur neuen Entstation Bródno im Nordosten der Stadt unterzeichnet worden.

Nach Angaben der Betreibergesellschaft Metro Warszawskie wird das Teilstück knapp vier Kilometer lang und umfasst die drei Bahnhöfe Zacisze, Kondratowicza und Bródno. In Bródno entsteht zudem ein Betriebshof mit einer Halle mit elf Gleisen.

Der Vertrag ging an ein Konsortium von Astaldi mit Gülermak, das den Abschnitt in den nächsten drei Jahren für knapp 1,4 Mrd. PLN (327 Mio. EUR) errichten wird. Die gesamte Metrolinie M2 soll 2023 fertig werden.

Seit 2015 befindet sich der knapp 6 km lange zentrale Abschnitt in Betrieb. Im Bau befinden sich derzeit die anschließenden Abschnitte im Westen und Nordosten mit jeweils drei Stationen. Im Westen (3,4 km) baut Gülermak, im Nordosten (3,1 km) Astaldi. Beide Firmen im Konsortium haben darüber hinaus den Zuschlag für die Abschnitte Wola Park-Powstańców Śląskich und Powstańców Śląskich-Betriebsbahnhof Mory am westlichen Ende der M2 erhalten

Quelle: nov-ost.info 1.10.2018


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Kraków will 60 weitere Straßenbahnen kaufen


Der Krakauer Verkehrsbetrieb MPK Kraków hat am Freitag ein technisches Dialogverfahren zur Festlegung der Parameter für die geplante Anschaffung von weiteren 60 Gelenk-Niederflurstraßenbahnen eröffnet.

Nach Angaben des Unternehmens liegt der Kostenvoranschlag für die Bahnen bei rund 550 Mio. PLN (129 Mio. EUR). Zusammen mit den 50 Bahnen von Stadler/Solaris, für die Anfang des Jahres ein Rahmenvertrag abgeschlossen wurde, werde man bis 2025 über 110 neue Niederflurbahnen verfügen und damit den gesamten Bestand an nicht niederflurigen Fahrzeugen ausmustern können, erklärte Bürgermeister Jacek Majchrowski. Kraków will für den Kauf EU-Fördermittel in Anspruch nehmen und steht in Verhandlungen über einen Kredit der EIB zur Finanzierung des Eigenanteils.

Schon jetzt steht fest, dass die Bahnen 30-35 Meter lang werden und 220 Fahrgäste befördern können sollen, davon 35% auf Sitzplätzen.

MPK Kraków präsentierte am Freitag außerdem erstmals das Design der bei Stadler/Solaris bestellten Trams, das von Prof. Nils Krüger von der Kunsthochschule Berlin-Weißensee entwickelt wurde. "Wir sind stolz, dass wir diesen prestigeträchtigen Auftrag realisieren dürfen. Die Arbeiten laufen nach Plan, das Design ist fertig. Aktuell arbeiten unsere Ingenieure an technischen Detailfragen, und der Einkauf der Komponenten für den Bau der Fahrzeuge hat begonnen. Die erste neue Straßenbahn wird Anfang 2020 in Kraków eintreffen", versprach Tomasz Prejs Vorstandsmitglied von Stadler Polska. 


Im ersten Abruf hat MPK Kraków 35 Straßenbahnen für 314 Mio. PLN (73,4 Mio. EUR) bestellt, der Wert des gesamten Rahmenvertrags beläuft sich auf 447,1 Mio. PLN (104,9 Mio. EUR). Die Bahnen von Stadler/Solaris warden 33,4 Meter lang und 2,4 Meter breit, sie verfügen über 80 Sitzplätze und können insgesamt 227 Fahrgäste befördern.

Quelle: nov-ost.info  1.10.2018


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Warschau nimmt neuen Anlauf zum Kauf von Straßenbahnen


Die Warschauer Straßenbahn-Verkehrsgesellschaft Tramwaje Warszawskie (TW) hat ein neues Ausschreibungsverfahren zum Kauf von 213 neuen Straßenbahnen eröffnet.

Laut Ausschreibungsbekanntmachung liegt der Kostenvoranschlag auch diesmal bei knapp 1,9 Mrd. PLN (440 Mio. EUR). Auch die sonstigen Eckpunkte sind vergleichbar mit denen der Ende August endgültig annullierten Vorgängerausschreibung: Die Bahnen sollen vollständig niederflurig sein; 123 Fahrzeuge sollen fest bestellt werden, die restlichen 90 sind Gegenstand einer Option.

"Wir haben die Lehren aus der vor Kurzem annullierten Ausschreibung gezogen und die Kriterien so abgefasst, dass ihre eventuelle Beurteilung vor Gericht nicht Monate dauert. Es ist uns wichtig, dass die Ausschreibung so schnell wie möglich durchgeführt werden kann, damit die Warschauer so schnell wie möglich neue Straßenbahnen bekommen", erklärte TW-Vorstand Wojciech Bartelski. Die Bahnen aus der Basisbestellung sollen bis Ende Oktober 2022 auf der Schiene sein, die Bahnen aus der Option bis Oktober 2023. Gegenüber der ursprünglichen Ausschreibung entspricht dies einer Verzögerung von eineinhalb Jahren bei der Basisbestellung und einem halben Jahr bei der Option.

Bei der Bewertung der Angebote will TW diesmal die Probleme der letzten Ausschreibung vermeiden. So werden beim Kriterium Energieverbrauch unterhalb einer bestimmten Grenze keine Punkte mehr vergeben. Das Kriterium Wartungsaufwand entfiel ganz, dafür wurde als neues Kriterium die Laufleistung in Kilometern zwischen den Inspektionen eingeführt. Wichtigstes Kriterium bleibt natürlich der Preis mit einer Gewichtung von 64%, gefolgt von den technischen Parametern mit 14%, dem Energieverbrauch mit 12%, niedriger Lärmentwicklung mit 4%, den Wartungsintervallen mit 4% und dem Gewährleistungszeitraum mit 2%. Die Angebotsfrist läuft bis 25. Oktober.
 
In der Vorgängerausschreibung hatte TW Angebote von Solaris/Stadler, PESA, Hyundai Rotem, Škoda Transportation und Alstom Konstal erhalten, wobei das preisgünstigste Angebot mit knapp 1,8 Mrd. PLN von Solaris/Stadler kam. Den Zuschlag erhielt dann jedoch zunächst Škoda, die zwar nur den drittbesten Preis geboten hatte, aber beim Wartungsaufwand und den Energiekosten punkten konnte.

Quelle: nov-ost.info 18.9.2018


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Photo Ulrich Knöll
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